Szenische Re-Integration (SRI) ist ein aus der Skan-Körperarbeit und dem zugehörigen Streaming Theatre erwachsenes Verfahren, das die nachträgliche Bearbeitung und positive Bewältigung "offen gebliebener" konkreter Lebenssituationen ermöglicht. In der Regel handelt es sich um traumatisierende oder ähnlich belastende Begebenheiten aus der eigenen Biographie, dazu gehören aber auch "unterlassene Liebeserklärungen" oder andere nicht gewagte Handlungen, die sich im Nachhinein schmerzlich auswirken.

Die SRI bedient sich dabei der in verschiedenen Psychotherapie- und Psychotherapie-nahen Verfahren und Darstellenden Künsten bekannten subtilen Feldkommunikation, die z.B. in der Systemischen Therapie (das "wissende Feld" beim Familienstellen), der körperorientierten Psychotherapie (die "vegetative Identifikation" Wilhelm Reichs), der Ericksonschen Hypnose ("Rapport") und dem modernen Schauspielertraining systematisch gehandhabt wird.

Anschaulicher formuliert: wahrscheinlich tragen wir alle in uns verschiedene Erinnerungen an belastende singuläre Lebenssituationen, die zum Teil sehr weit zurückliegen oder vielleicht auch gerade erst gestern geschehen sind. Meistens handelt es sich dabei um Situationen, in denen wir der Willkür Anderer ausgeliefert waren und die Situation nicht positiv auflösen konnten. Oder es handelt sich um Konstellationen, die nachträglich immer wieder aufs Neue starke Angst-, Scham- oder Schuldgefühle oder auch Schmerz und Wehmut auslösen. Es geht um Lebenssituationen, in denen Angst, Ohnmacht, Beschämung, Demütigung oder auch hilflose, ohnmächtige Wut oder Resignation das dominante Gefühl waren und bis heute sind. Die Erinnerung daran ist immer wieder quälend, schmerzhaft, und viele versuchen, diesen Erinnerungen zu entkommen, indem sie ihr Leben hinsichtlich ihres Fühlens, Denkens und auch Handelns bewußt oder unbewußt deutlich einschränken.

Diese Erinnerungen weisen darüber hinaus bestimmte Besonderheiten auf: 
- sie sind anhaltend hochgeladen, und die betreffenden Situationen werden immer noch als ungelöste, belastende Relikte der Vergangenheit empfunden;
- es handelt sich in der Regel um "screen memories", also "Deckerinnerungen", die nicht nur stellvertretend für viele andere vergleichbare Erinnerungen stehen, sondern auch stark auf die gewordene Persönlichkeitsstruktur und generelle Lebensthematik der oder des Betreffenden verweisen. Eine Auflösung oder Relativierung dieser belastenden Erinnerungen hat deshalb oft weitreichende positive Konsequenzen.

Die Szenische Re-Integration (SRI) arbeitet mit einer bestimmten Methodik der szenischen Aufbereitung, des szenischen Nachvollzugs und der szenischen Auflösung. In der Abgrenzung zu anderen szenisch arbeitenden Verfahren (z.B. "Familienstellen", Psychodrama) geht es bei der SRI vor allem um die Herauslösung des oft jahre- und jahrzehntelangen eingefrorenen, unterdrückten oder sonstwie zurückgehaltenen emotionalen Ausdrucks. Im günstigen Fall gelingt es, deutliche Abmilderungen oder Re-Strukturierungen der bestehenden psycho-physischen Belastungen oder gar befreiende, mitunter erheiternde, unerwartete Öffnungen zu bewirken
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"Du bist ja krank, du Idiot!" - Artikel zur Szenischen Re-Integration

 

 

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Workshops (offene Gruppen)
mit Loil Neidhöfer, dem Begründer der SRI:

28.-30. Oktober 2011 Hamburg

13.-15. Januar 2012 Salzburg (Nähe)S
23.-25. März 2012 Hamburg
11.-13. Mai 2012 Raum Wien
05.-07. Oktober 2012 Köln
30. November- 2. Dezember 2012 Hamburg

SkanAkademie Hamburg
Institut für körperorientierte Psychotherapie,
Gestalttherapie und Streaming Theatre
Wedeler Landstr. 41
D-22559 Hamburg
Tel.: +49-40-81960168 /+49-151-18408458
Fax: +49-40-81960170
www.skanakademie.de
www.streamingtheatre.de